Sie ist wieder da

Vorratsdatenspeicherung, die.
Ganz großer politischer Müll und der mittlerweile dritte, ganz sicher wieder einmal rechtswidrige Versuch unserer IT-affinen jedoch in digitaler Hinsicht vollkommen überforderten Regierung beim globalen Überwachungsspiel mitzumischen.
Seit dem 18. Dezember 2015 ist die Vorratsdatenspeicherung mal wieder in Deutschland in Kraft getreten.
Himmel, schmeiß Hirn ra! rufe ich da aus.
Es zeugt ja wirklich von beklagenswerter Hirnstarrigkeit, wenn man immer und immer wieder dasselbe tut und ein anderes Ergebnis erwartet. An dieser Stelle fällt mir Albert Einstein ein:

“Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.”

Vergangenheitlich wurde der Versuch die Vorratsdatenspeicherung in Deutschland einzuführen schon am zweiten März 2010 für verfassungswidrig erklärt und der nächste Versuch wurde am achten April 2014 vom Europäischen Gerichtshof für ungültig erklärt.
Aber gut, man kann das ja nochmal versuchen.
Ich finde es schön, einen weiteren Beleg für den Wahnsinn unserer Regierung zu erhalten.
Ist ja auch egal, wenn es schon verfassungswidrig ist, dann muss es ja der Regierung wenigsten nix bringen 🙂
Eine vollkommen verschrobene Logik, aber anders kann ich mir diesen Irrsinn nicht erklären.
Die vollkommen schwachsinnige, unsinnige, nutzlose und geldverschwendende Vorratsdatenspeicherung hat exakt keinen einzigen Terroristen überführt. Geschweige denn einen terroristischen Anschlag verhindert.
Keinen. Null. Nix. Niente.
Es ist nur ein weiteres Mittel, um Angst in der Bevölkerung zu schüren und maximal nutzt es, um ein paar ganz, ganz wenige “Urheberrechtsverletzer” abmahnen zu können.
Ja sind die noch ganz knusper?
Was soll das?
Was soll diese Verschwendung von Zeit, Energie, Nerven und heißer Luft?
Ich fasse diese Dummheit nicht.
Aber nicht jammern.
Das bringt nix.
Zum Einen haben wir sie ja schließlich selbst gewählt.
Zum Anderen sollte ich hier lieber ein paar sinnvolle Tipps geben, was wir denn tun können, um dieser elenden Vorratsdatenspeicherung einen Strich durch die Rechnung zu machen, bis sie das nächste Mal vom Bundesverfassungsgericht oder Europäischen Gerichtshof eingestampft wird.
Darum habe ich hier zwei Tipps, die uns helfen, dieser staatlichen Datensammelwut gegen das Schienbein zu treten:

  1. Tor-Browser nutzen.
    In der aktuellen Version des Gesetzes Einführung einer Speicherpflicht und Höchstspeicherfrist für Verkehrsdaten werden die IP-Adressen aller Internetnutzer für die Dauer von 10 Wochen gespeichert.
    Wenn wir das Tor-Netzwerk nutzen, dann werden zwar diese IP-Adressen gespeichert, aber sie können nicht mehr mit uns in Verbindung gebracht werden 🙂
  2. Signal nutzen
    Signal ist ein Ende-zu-Ende verschlüsselter Kurznachrichtendienst.
    Schickt keine SMS. Denn bei SMS-Nachrichten werden sowohl die Rufnummern, die Sende- und Empfangszeit und auch der Inhalt der SMS gespeichert! Das ist eine ganz besondere Frechheit, zum einen zu lügen, dass es ja “nur” Metadaten seien und zum anderen so uninformiert zu behaupten, dass ja die Inhalte nicht von den Metadaten getrennt werden könnten.

Liebe Regierung, an dieser Stelle möchte ich mal ganz deutlich sagen: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!
Und mein bester Tipp, den ich an dieser Stelle habe:
Schreibt Postkarten.
Die werden nicht überwacht und sind sowieso viel schöner!
Und jetzt, schaltet diese blöde Kiste aus, genießt ein paar erholsame Weihnachtsfeiertage offline und kommt entspannt analog ins neue Jahr!

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