Spionagesoftware und Vertrauen

Es gibt mittlerweile auch für den geneigten Amateur-Schnüffler Software, welche umfassend die Kommunikation des auserwählten Zieles überwachen kann.
Ich überlege in diesem Artikel, wie sich eine solche Software auswirkt auf das Vertrauensverhältnis einer Beziehung in der eine solche monströse Überwachungsmaßnahme eingesetzt wird.
Ich versuche beide Standpunkte zu beleuchten, schicke jedoch vorraus, dass ich für mich eine klare Meinung zu diesem Thema habe.
Spannend finde ich dieses Thema auch, weil es den Bereich Schutz der Privatsphäre aus einem ethisch-moralischen Blickwinkel betrachtet.
Es zeigt mir, dass der Themenkomplex Privatsphäre und Datenschutz mehr umfasst als die persönliche Befindlichkeit eines Einzelnen. Es geht uns alle an und je stärker wir in die Gesellschaft eingebunden sind, umso stärker betrifft uns auch die Wahrung unserer Privatsphäre und unserer Daten.
Beispielhaft lehne ich mich an der Funktionalität der Überwachungssoftware mSpy (ich verlinke diesen Dreck hier absichtlich nicht) an. Dieses Überwachungstool wirbt mit der vollkommen bescheuerten Frage, ob dem Kunden der “Schutz Ihrer Kinder oder Ihres Unternehmens” nicht wert wäre, diese Software einzusetzen.
Aber erstmal, was verspricht diese Software?
Die mobile Variante überwacht die GPS-Position der Funkgeige, das gesamte Anrufprotokoll, alle Kurznachrichten wie SMS, MMS, WhatsApp, SnapChat, die Bilder- und Videogalerie, E-Mails, Kalender und Adressbuch, Surf-Historie, App-Historie und bietet zusätzlich eine allgemeine Fernsteuerbarkeit der Funkgeige.
mSpy suggeriert, es könne Kindern oder Unternehmen Schutz durch Überwachung bieten.
Schauen wir uns einen konstruierten, aber durchaus möglichen Fall an, bei dem wir die Auswirkungen betrachten, wenn mSpy zum Einsatz gebracht wird und wenn nicht.
Nehmen wir folgende Situation an:
Ein verheiratete Frau mit zwei Kindern vermutet, dass ihr Mann eine Affäre hat und das Familienglück riskiert.
Konstruieren wir weiter.
Wie kommt sie zu dieser Vermutung?
Ihr Mann arbeitet regelmäßig bis spät Abends, ist daheim abweisend, müde und telefoniert auch nach seinen Bürostunden noch lang und viel.
Seine Partnerin vermutet nun eine Affäre dahinter, da ihr Gatte ihr nur unwirsch auf ihre Nachfragen antwortet, er müsse halt viel arbeiten.
Aus Angst um ihre Familie und ihre Zukunft setzt sie nun eine Spionagesoftware ein, um ihren Partner zu überwachen.
An dieser Stelle gibt es mehrere mögliche Ergebnisse dieser Überwachung.

  1. Die Frau stellt fest, dass ihr Mann sie betrügt. Sie hat jetzt Gewissheit über ihre Vermutung erhalten.
  2. Die Frau stellt fest, dass ihr Mann tatsächlich so viel arbeitet, wie er immer behauptet hat.
  3. Die Frau stellt weder das eine noch das andere fest und bleibt in ihrer Ungewissheit.

Im Fall 1 ist es gar nicht sichergestellt, dass die überwachte Kommunikation tatsächlich von ihrem Mann stammt.
Es könnte sein, dass sich jemand die Funkgeige angeeignet hat und seine Kommunikation darüber führt. Klingt nach Verschwörungstheorie, aber das ist ja das Thema Überwachungssoftware auch schon. Und weiterhin gibt es das Problem, dass wir gar nicht wissen, ob die gesammelten überwachten Daten tatsächlich von der vermeintlich überwachten Funkgeige stammen.
Vielleicht hat ja der Hersteller der Überwachungssoftware ein Problem in seiner Datenhaltung und es werden dem Überwacher falsche Informationen mitgeteilt.
Schon wenn wir uns den Fall 2 betrachten, können wir feststellen, dass die Frau auch hier keine Gewissheit erlangen kann. Ihr Mann könnte einfach so clever sein, dass er seine Affäre analog auslebt (was sowieso viel romantischer ist) und er überhaupt keine Kommunikation über die überwachte Funkgeige durchführt. Oder er hat eine zweite, nicht überwachte Funkgeige.
Also wir können sehen, schon hier erhöhen wir sogar den Grad an Unsicherheit noch, anstatt Gewissheit durch Überwachung zu schaffen.
Leider ist dieser Gedankengang der Frau nicht bewusst, denn wäre ihr dies bewusst, hätte sie diesen Überwachungsirrsinn gar nicht begonnen.
Auch Fall 3 führt zu dem Ergebnis, dass hier durch die Illusion der Sicherheit und Gewissheit, die nicht erreicht wird (niemals erreicht werden kann) ein höherer Grad an Unsicherheit und Ungewissheit erreicht wird.
Jetzt betrachte ich die Auswirkungen auf die Überwacherin auf die drei vorgestellten Ergebnisse.
Im Fall 1 kann die Überwacherin jetzt mit den vermeintlichen Überwachungsergebnissen ihren Mann konfrontieren.
Meiner Überzeugung nach ist diese Beziehung spätestens nach dieser Ansprache endgültig gescheitert. Entweder trennt sich jetzt die Frau von ihrem Mann, weil sie ja jetzt sicher weiß, dass sie betrogen wurde. Oder ihr Mann trennt sich von ihr, da dieser – beiderseitige – Vertrauensbruch keine Basis für eine Beziehung ist.
Tja, im Fall 2 kann die Frau ja jetzt ganz entspannt sein, weil sie annimmt, dass ihr Mann ja einfach richtig viel arbeitet.
Aber weiß sie das tatsächlich?
Falls ihr Partner sich halt raffiniert und analog verhalten hat, kann er jetzt ganz entspannt seiner Affäre weiter nachgehen, denn er kann vermuten, dass er jetzt ja nicht weiter überwacht wird.
Und bei der Überwacherin? Plagt sie jetzt vielleicht ein schlechtes Gewissen, weil sie ihren Mann zu unrecht überwacht und verdächtigt hat? Das ist ein schwierige Situation, finde ich. Und sicher ebenfalls keine gute Grundlage für eine harmonische Beziehung.
Wie geht es jetzt weiter? Gesteht sie ihrem arbeitssamen Mann, dass sie ihn überwacht hat? Wie würde dieser auf einen solchen Vertrauensbruch reagieren? Beendet er jetzt vielleicht die bis dahin intakte Beziehung, weil es für ihn unerträglich ist zu unrecht verdächtigt und überwacht zu werden?
Nun, wie sieht es bei Fall 3 aus?
Hier läuft es darauf hinaus, dass die Frau ihrem Partner vertrauen muss. Sie kann ihren Verdacht äußern und dieser wird entweder bestätigt oder widerlegt. Es muss in jedem Fall eine Kommunikation zwischen den Partnern stattfinden. Es kann auch nicht geklärt werden, wo hier die Wahrheit liegt. Wir haben jedoch dieselbe Situation wie in Fall 2: Wie wird der Mann auf die Tatsache, dass er überwacht wurde reagieren?
Jetzt betrachten wir diese Situation aus dem Blickwinkel ohne den Einsatz einer Spionagesoftware.
In diesem Szenario hat die Frau zwei Möglichkeiten mit der Situation umzugehen.

  1. Sie macht die Sache mit sich selbst aus und hat jetzt wieder zwei Möglichkeiten.
    1. Sie weist ihre eigenen Vermutungen zurück und beschließt für sich ihrem Mann zu vertrauen, dass er keine Affäre hat. Sie kann jetzt ihre Beziehung weiterführen.
    2. Sie beschließt ihren Vermutungen Glauben zu schenken und zieht ihre Konsequenzen, indem sie ihre Beziehung für gescheitert erklärt.
  2. Sie konfrontiert ihren Mann mit ihrer Vermutung.
    Hier fallen mir zwei Szenarien ein.

    1. Der Mann gibt seine Affäre zu. Jetzt hat die Frau Gewissheit und kann darauf ihr weiteres Handeln aufbauen.
    2. Der Mann erklärt ihr glaubhaft, dass er keine Affäre hat. Vermutlich wird diese Krise gelöst werden können.

Was schließe ich auch diesem konstruierten, jedoch möglichen Ablauf?
Die Überwachung eines Menschen – besonders wenn es um den Lebenspartner oder gar um Kinder geht – ist ein Eingriff in die Privatsphäre und die Freiheitsrechte eines Menschen, der meiner Überzeugung nach nicht hinnehmbar ist.
Versuchen wir ein Miteinander auf Überwachung und Kontrolle aufzubauen, schaffen wir eine Scheinwelt von Sicherheit in welcher jegliche Authentizität verloren gegangen ist. Gründen wir jedoch ein Miteinander auf Vertrauen, dann können wir freiheitlich unser eigenes Leben leben und erweitern und schaffen ein gesundes Klima für Kreativität, Offenheit und Neugier.
Überwachung schadet allen, sowohl den Überwachern als auch den Überwachten.
Ach, noch ein Wort zur Spionagesoftware mSpy, die mir hier als Ideenlieferant für diese perfide Überwachungsmaschine diente.
mSpy wurde dieses Jahr gehackt und es wurden 400000 Kundendaten dabei offengelegt. Herzlichen Glückwunsch an alle Kunden von mSpy.

“Quis custodiet ipsos custodiens?”

Spionagesoftware und Vertrauen

Es gibt mittlerweile auch für den geneigten Amateur-Schnüffler Software, welche umfassend die Kommunikation des auserwählten Zieles überwachen kann.
Ich überlege in diesem Artikel, wie sich eine solche Software auswirkt auf das Vertrauensverhältnis einer Beziehung in der eine solche monströse Überwachungsmaßnahme eingesetzt wird.
Ich versuche beide Standpunkte zu beleuchten, schicke jedoch vorraus, dass ich für mich eine klare Meinung zu diesem Thema habe.
Spannend finde ich dieses Thema auch, weil es den Bereich Schutz der Privatsphäre aus einem ethisch-moralischen Blickwinkel betrachtet.
Es zeigt mir, dass der Themenkomplex Privatsphäre und Datenschutz mehr umfasst als die persönliche Befindlichkeit eines Einzelnen.
Es geht uns alle an und je stärker wir in die Gesellschaft eingebunden sind, umso stärker betrifft uns auch die Wahrung unserer Privatsphäre und unserer Daten.
Beispielhaft lehne ich mich an der Funktionalität der Überwachungssoftware mSpy (ich verlinke diesen Dreck hier absichtlich nicht) an.
Dieses Überwachungstool wirbt mit der vollkommen bescheuerten Frage, ob dem Kunden der “Schutz Ihrer Kinder oder Ihres Unternehmens” nicht wert wäre, diese Software einzusetzen.
Aber erstmal, was verspricht diese Software?
Die mobile Variante überwacht die GPS-Position der Funkgeige, das gesamte Anrufprotokoll, alle Kurznachrichten wie SMS, MMS, WhatsApp, SnapChat, die Bilder- und Videogalerie, E-Mails, Kalender und Adressbuch, Surf-Historie, App-Historie und bietet zusätzlich eine allgemeine Fernsteuerbarkeit der Funkgeige.
mSpy suggeriert, es könne Kindern oder Unternehmen Schutz durch Überwachung bieten.
Schauen wir uns einen konstruierten, aber durchaus möglichen Fall an, bei dem wir die Auswirkungen betrachten, wenn mSpy zum Einsatz gebracht wird und wenn nicht.
Nehmen wir folgende Situation an:
Ein verheiratete Frau mit zwei Kindern vermutet, dass ihr Mann eine Affäre hat und das Familienglück riskiert.
Konstruieren wir weiter.
Wie kommt sie zu dieser Vermutung?
Ihr Mann arbeitet regelmäßig bis spät Abends, ist daheim abweisend, müde und telefoniert auch nach seinen Bürostunden noch lang und viel.
Seine Partnerin vermutet nun eine Affäre dahinter, da ihr Gatte ihr nur unwirsch auf ihre Nachfragen antwortet, er müsse halt viel arbeiten.
Aus Angst um ihre Familie und ihre Zukunft setzt sie nun eine Spionagesoftware ein, um ihren Partner zu überwachen.
An dieser Stelle gibt es mehrere mögliche Ergebnisse dieser Überwachung.
1. Die Frau stellt fest, dass ihr Mann sie betrügt. Sie hat jetzt Gewissheit über ihre Vermutung erhalten.
2. Die Frau stellt fest, dass ihr Mann tatsächlich so viel arbeitet, wie er immer behauptet hat.
3. Die Frau stellt weder das eine noch das andere fest und bleibt in ihrer Ungewissheit.
Im Fall 1 ist es gar nicht sichergestellt, dass die überwachte Kommunikation tatsächlich von ihrem Mann stammt.
Es könnte sein, dass sich jemand die Funkgeige angeeignet hat und seine Kommunikation darüber führt.
Klingt nach Verschwörungstheorie, aber das ist ja das Thema Überwachungssoftware auch schon.
Und weiterhin gibt es das Problem, dass wir gar nicht wissen, ob die gesammelten überwachten Daten tatsächlich von der vermeintlich überwachten Funkgeige stammen.
Vielleicht hat ja der Hersteller der Überwachungssoftware ein Problem in seiner Datenhaltung und es werden dem Überwacher falsche Informationen mitgeteilt.
Schon wenn wir uns den Fall 2 betrachten, können wir feststellen, dass die Frau auch hier keine Gewissheit erlangen kann.
Ihr Mann könnte einfach so clever sein, dass er seine Affäre analog auslebt (was sowieso viel romantischer ist) und er überhaupt keine Kommunikation über die überwachte Funkgeige durchführt. Oder er hat eine zweite, nicht überwachte Funkgeige.
Also wir können sehen, schon hier erhöhen wir sogar den Grad an Unsicherheit noch, anstatt Gewissheit durch Überwachung zu schaffen.
Leider ist dieser Gedankengang der Frau nicht bewusst, denn wäre ihr dies bewusst, hätte sie diesen Überwachungsirrsinn gar nicht begonnen.
Auch Fall 3 führt zu dem Ergebnis, dass hier durch die Illusion der Sicherheit und Gewissheit, die nicht erreicht wird (niemals erreicht werden kann) ein höherer Grad an Unsicherheit und Ungewissheit erreicht wird.
Jetzt betrachte ich die Auswirkungen auf die Überwacherin auf die drei vorgestellten Ergebnisse.
Im Fall 1 kann die Überwacherin jetzt mit den vermeintlichen Überwachungsergebnissen ihren Mann konfrontieren.
Meiner Überzeugung nach ist diese Beziehung spätestens nach dieser Ansprache endgültig gescheitert.
Entweder trennt sich jetzt die Frau von ihrem Mann, weil sie ja jetzt sicher weiß, dass sie betrogen wurde.
Oder ihr Mann trennt sich von ihr, da dieser – beiderseitige – Vertrauensbruch keine Basis für eine Beziehung ist.
Tja, im Fall 2 kann die Frau ja jetzt ganz entspannt sein, weil sie annimmt, dass ihr Mann ja einfach richtig viel arbeitet.
Aber weiß sie das tatsächlich?
Falls ihr Partner sich halt raffiniert und analog verhalten hat, kann er jetzt ganz entspannt seiner Affäre weiter nachgehen, denn er kann vermuten, dass er jetzt ja nicht weiter überwacht wird.
Und bei der Überwacherin?
Plagt sie jetzt vielleicht ein schlechtes Gewissen, weil sie ihren Mann zu unrecht überwacht und verdächtigt hat?
Das ist ein schwierige Situation, finde ich. Und sicher ebenfalls keine gute Grundlage für eine harmonische Beziehung.
Wie geht es jetzt weiter?
Gesteht sie ihrem arbeitssamen Mann, dass sie ihn überwacht hat?
Wie würde dieser auf einen solchen Vertrauensbruch reagieren?
Beendet er jetzt vielleicht die bis dahin intakte Beziehung, weil es für ihn unerträglich ist zu unrecht verdächtigt und überwacht zu werden?
Nun, wie sieht es bei Fall 3 aus?
Hier läuft es darauf hinaus, dass die Frau ihrem Partner vertrauen muss.
Sie kann ihren Verdacht äußern und dieser wird entweder bestätigt oder widerlegt.
Es muss in jedem Fall eine Kommunikation zwischen den Partnern stattfinden.
Es kann auch nicht geklärt werden, wo hier die Wahrheit liegt.
Wir haben jedoch dieselbe Situation wie in Fall 2: Wie wird der Mann auf die Tatsache, dass er überwacht wurde reagieren?
Jetzt betrachten wir diese Situation aus dem Blickwinkel ohne den Einsatz einer Spionagesoftware.
In diesem Szenario hat die Frau zwei Möglichkeiten mit der Situation umzugehen.
1. Sie macht die Sache mit sich selbst aus und hat jetzt wieder zwei Möglichkeiten:
1.1. Sie weist ihre eigenen Vermutungen zurück und beschließt für sich ihrem Mann zu vertrauen, dass er keine Affäre hat.
Sie kann jetzt ihre Beziehung weiterführen.
1.2. Sie beschließt ihren Vermutungen Glauben zu schenken und zieht ihre Konsequenzen, indem sie ihre Beziehung für gescheitert erklärt.
2. Sie konfrontiert ihren Mann mit ihrer Vermutung.
Hier fallen mir zwei Szenarien ein.
1. Der Mann gibt seine Affäre zu.
Jetzt hat die Frau Gewissheit und kann darauf ihr weiteres Handeln aufbauen.
2. Der Mann erklärt ihr glaubhaft, dass er keine Affäre hat.
Vermutlich wird diese Krise gelöst werden können.
Was schließe ich auch diesem konstruierten, jedoch möglichen Ablauf?
Die Überwachung eines Menschen – besonders wenn es um den Lebenspartner oder gar um Kinder geht – ist ein Eingriff in die Privatsphäre und die Freiheitsrechte eines Menschen, der meiner Überzeugung nach nicht hinnehmbar ist.
Versuchen wir ein Miteinander auf Überwachung und Kontrolle aufzubauen, schaffen wir eine Scheinwelt von Sicherheit in welcher jegliche Authentizität verloren gegangen ist.
Gründen wir jedoch ein Miteinander auf Vertrauen, dann können wir freiheitlich unser eigenes Leben leben und erweitern und schaffen ein gesundes Klima für Kreativität, Offenheit und Neugier.
Überwachung schadet allen, sowohl den Überwachern als auch den Überwachten.
Ach, noch ein Wort zur Spionagesoftware mSpy, die mir hier als Ideenlieferant für diese perfide Überwachungsmaschine diente.
mSpy wurde dieses Jahr gehackt und es wurden 400000 Kundendaten dabei offengelegt.
Herzlichen Glückwunsch an alle Kunden von mSpy.

“Quis custodiet ipsos custodiens?”

VPN und Privatsphäre

Hmm, doch mal ein technisch klingender Artikel 🙂
Naja, lassen wir uns nicht abschrecken und konzentrieren uns darauf, was diese Technologie jetzt für uns tun kann.
Aber ganz kurz zum Einstieg, was is‘ nu ein VPN?
Ein VPN ist ein virtuelles privates Netzwerk, also ganz grob gesagt ein sicherer Tunnel durch das unsichere Internet, der nicht abgehört werden kann. Wer gerne mehr über die Technologie lernen möchte, bei Wikipedia wird das ganze ausführlich beschrieben.
Wie hilft VPN jetzt meine Privatsphäre zu schützen?
Durch die Verschlüsselung der Daten während der Übertragung wird die Sicherheit der Daten gewahrt. Das bedeutet, niemand hat etwas davon, wenn er mir meine Daten während der Übertragung abschnorchelt. Alles was der Datenabschnorchler sieht, sind unleserliche Daten. Aus diesem Grund ist VPN ein unerlässliches Werkzeug zum umfassenden Schutz unserer Privatsphäre. Es errichtet einen sicheren Tunnel für unsere Daten durch das Minenfeld der Überwacher.
VPN hilft mir auch noch von anderer Seite.
Dadurch, dass ich auswählen kann, mit welchem Server ich mich verbinde, kann ich Inhalte abrufen, die mir aufgrund irgendwelcher Bestimmungen (Digitale Rechteminderung, Zensur) in dem Land, in dem ich mich physisch befinde, nicht verfügbar sind.
Somit ist VPN insbesondere für Länder mit einer rigorosen Zensur des Internets geradezu eine Notwendigkeit, um ein ungefiltertes Bild der Welt erhalten zu können (und sei es nur, um selbstgewählt in die Filterblase bei Facebook oder Twitter einzusteigen 😉 ):
Aber auch in so freiheitlichen Ländern wie Deutschland (hust, hust) ist es durchaus sinnvoll ab und zu ein VPN zu bemühen.
Ich denke hier gerade nur an so digital rechtegeminderte Inhalte, die uns auf Youtube nur mit dem traurig-schmollenden Smiley (ist ein trauriger Smiley eigentlich ein Smiley? [ach ne, das heißt ja Emoticon]) präsentiert werden, der mir sagt: “Dieser Inhalt ist in deinem Land leider nicht verfügbar”. Was für ein idiotischer Rotz. Natürlich ist er verfügbar, aber die Content-Mafia lässt es halt nicht zu…also greifen wir zu Mitteln der digitalen Selbsthilfe in der Form von VPN und verbinden uns mit einem Server in einem Land, wo der Inhalt verfügbar ist. Voila.
Was VPN jedoch nicht bieten kann, ist Anonymität.
Wir haben bei der Verwendung von VPN immer noch eine IP-Adresse, mit welcher wir identifiziert werden können. Und mit den wundervollen Mitteln der Vorratsdatenspeicherung können wir damit immer noch ermittelt werden.
Außerdem werden wir mittlerweile über viel subtilere Methoden, als über unsere IP-Adresse ausgehorcht.
Und gegen Tracking-Maßnahmen wie Cookies oder Verhaltensanalyse unseres Tipp-Verhaltens hilft kein VPN.
Gegen Cookies hilft das regelmäßige Löschen unseres Browser-Caches und gegen die Verhaltensanalyse meines Tipp-Verhaltens gibt es – zumindest für Chrome ein Plug-in: Keyboard Privacy.
Dieses Tool, initiert von Paul Moore, verschleiert erfolgreich die uns ganz eigene Art, Eingaben über die Tastatur zu machen 🙂
Um anonym im Netz unterwegs zu sein, kann man das Tor-Netzwerk nutzen. Dieses dient zur Anonymisierung im Internet.
Wie kann ich jetzt aber VPN nutzen?
Wenn mir jetzt klar ist, dass ich VPN nicht als Wundermittel zum Schutz meiner Privatsphäre nutzen kann (das Wundermittel zum Schutz meiner Privatsphäre trage ich immer bei mir: Kopf hoch! Gehirn einschalten – Daten behalten), gibt es einige Dienste, die mir die notwendige Infrastruktur bieten, um eine gesicherte Verbindung für meine Kommunikation aufzubauen. Ich finde VyprVPN eine ganz passable Lösung (und mir gefällt der Name und das Logo 🙂 ) – ich schaue halt mit entspanntem Schulterzucken über die großartigen Werbeaussagen hinweg. Is’ halt Marketing 🙂
Mike Kuketz hat in seinem Blog das Thema VPN und die Illusion der Anonymität noch ausführlicher beleuchtet.

VPN und Privatsphäre

Hmm, doch mal ein technisch klingender Artikel 🙂
Naja, lassen wir uns nicht abschrecken und konzentrieren uns darauf, was diese Technologie jetzt für uns tun kann.
Aber ganz kurz zum Einstieg, was is‘ nu ein VPN?
Ein VPN ist ein virtuelles privates Netzwerk, also ganz grob gesagt ein sicherer Tunnel durch das unsichere Internet, der nicht abgehört werden kann.
Wer gerne mehr über die Technologie lernen möchte, bei Wikipedia wird das ganze ausführlich beschrieben.
Wie hilft VPN jetzt meine Privatsphäre zu schützen?
Durch die Verschlüsselung der Daten während der Übertragung wird die Sicherheit der Daten gewahrt.
Das bedeutet, niemand hat etwas davon, wenn er mir meine Daten während der Übertragung abschnorchelt.
Alles was der Datenabschnorchler sieht, sind unleserliche Daten.
Aus diesem Grund ist VPN ein unerlässliches Werkzeug zum umfassenden Schutz unserer Privatsphäre.
Es errichtet einen sicheren Tunnel für unsere Daten durch das Minenfeld der Überwacher.
VPN hilft mir auch noch von anderer Seite.
Dadurch, dass ich auswählen kann, mit welchem Server ich mich verbinde, kann ich Inhalte abrufen, die mir aufgrund irgendwelcher Bestimmungen (Digitale Rechteminderung, Zensur) in dem Land, in dem ich mich physisch befinde, nicht verfügbar sind.
Somit ist VPN insbesondere für Länder mit einer rigorosen Zensur des Internets geradezu eine Notwendigkeit, um ein ungefiltertes Bild der Welt erhalten zu können (und sei es nur, um selbstgewählt in die Filterblase bei Facebook oder Twitter einzusteigen 😉 ):
Aber auch in so freiheitlichen Ländern wie Deutschland (hust, hust) ist es durchaus sinnvoll ab und zu ein VPN zu bemühen.
Ich denke hier gerade nur an so digital rechtegeminderte Inhalte, die uns auf YouTube nur mit dem traurig-schmollenden Smiley (ist ein trauriger Smiley eigentlich ein Smiley? [ach ne, das heißt ja Emoticon]) präsentiert werden, der mir sagt:

“Dieser Inhalt ist in deinem Land leider nicht verfügbar”.
Was für ein idiotischer Rotz.
Natürlich ist er verfügbar, aber die Content-Mafia lässt es halt nicht zu…also greifen wir zu Mitteln der digitalen Selbsthilfe in der Form von VPN und verbinden uns mit einem Server in einem Land, wo der Inhalt verfügbar ist.
Voila.
Was VPN jedoch nicht bieten kann, ist Anonymität.
Wir haben bei der Verwendung von VPN immer noch eine IP-Adresse, mit welcher wir identifiziert werden können.
Und mit den wundervollen Mitteln der Vorratsdatenspeicherung können wir damit immer noch ermittelt werden.
Außerdem werden wir mittlerweile über viel subtilere Methoden, als über unsere IP-Adresse ausgehorcht.
Und gegen Tracking-Maßnahmen wie Cookies oder Verhaltensanalyse unseres Tipp-Verhaltens hilft kein VPN.
Gegen Cookies hilft das regelmäßige Löschen unseres Browser-Caches und gegen die Verhaltensanalyse meines Tipp-Verhaltens gibt es – zumindest für Chrome ein Plug-in: Keyboard Privacy.
Dieses Tool, initiert von Paul Moore, verschleiert erfolgreich die uns ganz eigene Art, Eingaben über die Tastatur zu machen 🙂
Um anonym im Netz unterwegs zu sein, kann man das Tor-Netzwerk nutzen.
Dieses dient zur Anonymisierung im Internet.
Wie kann ich jetzt aber VPN nutzen?
Wenn mir jetzt klar ist, dass ich VPN nicht als Wundermittel zum Schutz meiner Privatsphäre nutzen kann (das Wundermittel zum Schutz meiner Privatsphäre trage ich immer bei mir:
Kopf hoch!
Gehirn einschalten – Daten behalten), gibt es einige Dienste, die mir die notwendige Infrastruktur bieten, um eine gesicherte Verbindung für meine Kommunikation aufzubauen.
Mike Kuketz hat in seinem Blog das Thema VPN und die Illusion der Anonymität noch ausführlicher beleuchtet.

Urlaub mit geringem Datenabdruck

Hier stelle ich einige Tipps und Gedanken vor, die uns helfen können, einen Urlaub mit einem erhöhten Maß an Privatsphäre und einem reduzierten Datenabdruck zu verbringen :
Für mein Beispiel nehme ich jetzt mal eine Flugreise auf die Kanaren (schön warm, auch in dieser Jahreszeit und nicht zu weit weg, weil ich keine Lust habe den halben Urlaub im Flugzeug zu verbringen).
Klassischerweise fliege ich dort hin…die Alternative Zug und Schiff geht auch und ist sicher ein wenig anonymer, aber das versuche ich dann vielleicht in meinem nächsten Sabbatical mal…
Also gut, für den Flug muss ich gezwungener Maßen einige Daten über mich preisgeben.
Hier werden leider meine persönliche Daten, teilweise bis zu meiner Personalausweisnummer, abgefragt, gespeichert und an unsere transatlantischen Freunde übertragen, die wollen ja schließlich auch wissen, wo ich Urlaub mache…
Aber schon bei der Buchung des Mietwagens lässt sich die Datenspur, die ich hinterlasse deutlich reduzieren.
Hier werden zwar auch einige Daten über mich benötigt, da ich einen Mietvertrag abschließe und mir die Anmietung per E-Mail bestätigt wird, aber durch die folgende Maßnahme kann ich meinen Datenabdruck deutlich reduzieren und verwischen.
Ich lege für genau diese Mietwagenbuchung ein eigenes E-Mail-Konto bei einem kostenlosen E-Mail Provider an.
Dafür wähle ich einen Namen für das E-Mail-Konto, welcher nicht mit mir in Verbindung gebracht wird.
Bei der Einrichtung des E-Mail-Kontos lasse ich meiner Kreativität freien Lauf: Hier erfinde ich Namen, Adressdaten und sonstige Angaben, welche der Provider eben so gerne von mir erfahren möchte.
Diese sind jedoch für den Zweck des gewählten Dienstes vollkommen unerheblich, gehen den Provider nichts an und sind schlicht überflüssiger Daten-Ballast 🙂
Darum, werdet subversiv und kreativ, um eure Privatsphäre an dieser Stelle zu schützen!
Um im Urlaub ab und zu (ab und zu! Urlaub sollte offline stattfinden!), online zu sein, nutze ich einen VPN-Dienst wie HideMyAss!. Damit kann meine online-Aktivität auch über ein unsicheres öffentliches WLAN nicht mitgelesen werden.
HideMyAss! bietet dafür ein passendes Paket an, welches man sich für seinen Urlaub buchen kann.
Mir reicht ein Monatsabo, damit komme ich bequem für meinen Urlaub zurecht. Wir sollten daran denken, unseren Account vor dem Urlaub im sicheren Heimnetz anzulegen, da die VPN-Software ja noch installiert und eingerichtet werden will. Die Einrichtung selbst ist recht einfach und HideMyAss! bietet Clients für die drei großen Betriebssystem-Digitope Linux, MacOS und Windows.
Falls wir es bisher noch nicht getan haben, sollten wir spätestens jetzt vor dem Urlaub einen Zugangsschutz für unsere Funkgeige und Tablet einrichten. Damit verhindern wir schon grundlegend, dass jeder der physikalischen Zugriff auf unsere technischen Helferlein hat, auch gleich Zugriff auf die darin gespeicherten Daten bekommt…
Ganz wichtig hierbei ist auch: nutzt niemals, niemals eure biometrischen Daten wie euren Fingerabdruck als Zugangskontrolle.
Denn ein Passwort kann ich ändern, wenn mein Handy geklaut wird.
Aber ich habe nur zehn Finger… 😉
Wir sollten auch daran denken, dass wir auch aus dem Urlaub nicht jeden Schmarrn posten sollten.
Wir machen den Urlaub für uns, damit wir genau jetzt diesen Moment genießen können.
Überlegt euch einfach, wie wichtig es für euch ist, dieses Bild online zu stellen.
Schreibt doch lieber eine Postkarte, das ist viel persönlicher und in unserer zunehmend digitalisierten Welt freut sich der Empfänger darüber viel mehr, als einfach noch einen Post in seiner Timeline zu lesen…
Wäre es nicht viel spannender nach einem Urlaub einen klassischen Dia-Abend mit Freunden zu machen und dabei über den Urlaub zu sprechen?
Außerdem sollten wir im Hinterkopf behalten, dass wenn wir ein Bild von den Seychellen posten, weiß schon jeder – ganz ohne die Auswertung der Metadaten – dass wir nicht daheim sind.
…und sowas kann natürlich ganz entspannt auch von anderen ausgewertet werden…schließlich sind die Daten ja online
Ich finde es im Urlaub auch immer sehr entspannt, wenn ich eine Woche lang mal gar keine Mails abrufe.
Es erdet mich wieder, weil ich sehe, dass ich nicht so wichtig bin, wie ich manchmal vermute.
Auch ohne mein Zutun, ohne mein Lesen von Newslettern dreht sich die Welt weiter.
Ich nutze das als Gradmesser, um festzustellen, welche Newsletter ich aktuell brauche. Denn habe ich einen Newsletter eine Woche lang nicht gelesen und nichts dabei vermisst, dann kann ich auch getrost vollständig darauf verzichten diesen weiterhin zu lesen 🙂
…und schon habe ich wieder Zeit für mich gewonnen und meinen Kopf wieder ein Stück freier gemacht.
Ich probiere im Urlaub einfach gerne etwas neues, analoges aus.
Meine Sprachkenntnisse testen, stricken, ein neues Buch lesen, meditieren.
Diese geschenkte Zeit Urlaub sollten wir wirklich für uns nutzen und nicht an die virtuelle Welt verschwenden.

Urlaub mit geringem Datenabdruck

Hier stelle ich einige Tipps und Gedanken vor, die uns helfen können, einen Urlaub mit einem erhöhten Maß an Privatsphäre und einem reduzierten Datenabdruck zu verbringen :
Für mein Beispiel nehme ich jetzt mal eine Flugreise auf die Kanaren (schön warm, auch in dieser Jahreszeit und nicht zu weit weg, weil ich keine Lust habe den halben Urlaub im Flugzeug zu verbringen).
Klassischerweise fliege ich dort hin…die Alternative Zug und Schiff geht auch und ist sicher ein wenig anonymer, aber das versuche ich dann vielleicht in meinem nächsten Sabbatical mal…
Also gut, für den Flug muss ich gezwungener Maßen einige Daten über mich preisgeben.
Hier werden leider meine persönliche Daten, teilweise bis zu meiner Personalausweisnummer, abgefragt, gespeichert und an unsere transatlantischen Freunde übertragen, die wollen ja schließlich auch wissen, wo ich Urlaub mache…
Aber schon bei der Buchung des Mietwagens lässt sich die Datenspur, die ich hinterlasse deutlich reduzieren.
Hier werden zwar auch einige Daten über mich benötigt, da ich einen Mietvertrag abschließe und mir die Anmietung per E-Mail bestätigt wird, aber durch die folgende Maßnahme kann ich meinen Datenabdruck deutlich reduzieren und verwischen.
Ich lege für genau diese Mietwagenbuchung ein eigenes E-Mail-Konto bei einem kostenlosen E-Mail Provider an.
Dafür wähle ich einen Namen für das E-Mail-Konto, welcher nicht mit mir in Verbindung gebracht wird.
Bei der Einrichtung des E-Mail-Kontos lasse ich meiner Kreativität freien Lauf:
Hier erfinde ich Namen, Adressdaten und sonstige Angaben, welche der Provider eben so gerne von mir erfahren möchte.
Diese sind jedoch für den Zweck des gewählten Dienstes vollkommen unerheblich, gehen den Provider nichts an und sind schlicht überflüssiger Daten-Ballast 🙂
Darum, werdet subversiv und kreativ, um eure Privatsphäre an dieser Stelle zu schützen!
Um im Urlaub ab und zu (ab und zu! Urlaub sollte offline stattfinden!), online zu sein, nutze ich einen VPN-Dienst wie Mullvad.
Damit kann meine online-Aktivität auch über ein unsicheres öffentliches WLAN nicht mitgelesen werden.
Mullvad kostet schlanke 5 € im Monat und das sollte dem privatsphären-affinen sein ein abhörfreier Urlaub schon Wert sein.
Wir sollten daran denken, unseren Account vor dem Urlaub im sicheren Heimnetz anzulegen, da die VPN-Software ja noch installiert und eingerichtet werden will.
Die Einrichtung selbst ist recht einfach und Mullvad bietet Clients und Anleitungen für die drei großen Betriebssystem-Digitope Linux, macOS und Windows – und ebenfalls für das mobile Duodigipol iOS und Android.
Falls wir es bisher noch nicht getan haben, sollten wir spätestens jetzt vor dem Urlaub einen Zugangsschutz für unsere Funkgeige und Tablet einrichten. Damit verhindern wir schon grundlegend, dass jeder der physikalischen Zugriff auf unsere technischen Helferlein hat, auch gleich Zugriff auf die darin gespeicherten Daten bekommt…
Ganz wichtig hierbei ist auch: nutzt niemals, niemals eure biometrischen Daten wie euren Fingerabdruck als Zugangskontrolle.
Denn ein Passwort kann ich ändern, wenn mein Handy geklaut wird.
Aber ich habe nur zehn Finger… 😉
Wir sollten auch daran denken, dass wir auch aus dem Urlaub nicht jeden Schmarrn posten sollten.
Wir machen den Urlaub für uns, damit wir genau jetzt diesen Moment genießen können.
Überlegt euch einfach, wie wichtig es für euch ist, dieses Bild online zu stellen.
Schreibt doch lieber eine Postkarte, das ist viel persönlicher und in unserer zunehmend digitalisierten Welt freut sich der Empfänger darüber viel mehr, als einfach noch einen Post in seiner Timeline zu lesen…
Wäre es nicht viel spannender nach einem Urlaub einen klassischen Dia-Abend mit Freunden zu machen und dabei über den Urlaub zu sprechen?
Außerdem sollten wir im Hinterkopf behalten, dass wenn wir ein Bild von den Seychellen posten, weiß schon jeder – ganz ohne die Auswertung der Metadaten – dass wir nicht daheim sind.
…und sowas kann natürlich ganz entspannt auch von anderen ausgewertet werden…schließlich sind die Daten ja online
Ich finde es im Urlaub auch immer sehr entspannt, wenn ich eine Woche lang mal gar keine Mails abrufe.
Es erdet mich wieder, weil ich sehe, dass ich nicht so wichtig bin, wie ich manchmal vermute.
Auch ohne mein Zutun, ohne mein Lesen von Newslettern dreht sich die Welt weiter.
Ich nutze das als Gradmesser, um festzustellen, welche Newsletter ich aktuell brauche. Denn habe ich einen Newsletter eine Woche lang nicht gelesen und nichts dabei vermisst, dann kann ich auch getrost vollständig darauf verzichten diesen weiterhin zu lesen 🙂
…und schon habe ich wieder Zeit für mich gewonnen und meinen Kopf wieder ein Stück freier gemacht.
Ich probiere im Urlaub einfach gerne etwas neues, analoges aus.
Meine Sprachkenntnisse testen, stricken, ein neues Buch lesen, meditieren.
Diese geschenkte Zeit Urlaub sollten wir wirklich für uns nutzen und nicht an die virtuelle Welt verschwenden.

Wir brauchen ein Opt-in!

Vor kurzem habe ich mich für einen Opt-out in der echten Welt in Bezug auf Kundenkarten ausgesprochen.
Dieser Ansatz ist falsch, wie ich jetzt erkenne. Meiner Ansicht nach ist es ein Irrsinn, dass wir uns ständig und überall aus einer standardmäßig bestehenden Datenschnüffelei abmelden müssen!
Wenn wir unsere Daten für etwas hergeben wollen, dann müssen wir uns aktiv dafür entscheiden können.
Es ist doch waglich zum Spucken, dass wir automatisch immer stärker überwacht und verfolgt werden und wir es gar nicht mitbekommen – es sei denn wir entscheiden uns aktiv dagegen.
Ich bin wirklich empört, dass immer neue Technologien entwickelt werden, die uns auf immer perfidere Weise durchleuchten und in eine Schublade stecken.
Ich halte es weiterhin auch für eine Frechheit, dass uns im gleichen Atemzug von den datensammelnden Unternehmen gesagt wird, wir könnten uns ja dagegen entscheiden. So wie Facebook dies jetzt wieder einmal getan hat.
Nicht nur, dass sie uns jetzt verfolgen, wenn wir eine Webseite öffnen, die einen “Like”-Button enthält (genau, nicht wenn wir darauf klicken, nein es reicht jetzt eine solche Seite zu besuchen…), sondern sie lügen uns auch in unser digitales Gesicht, wenn sie behaupten, wir könnten dem in den Privatsphären-Einstellungen ja widersprechen.
Nein, können wir eben nicht.
Wir können in den Privatsphären-Einstellungen sagen, dass wir die auf diese Weise erstellte personalisierte Werbung nicht SEHEN wollen.
Wir können damit jedoch nicht verhindern, dass dadurch ein personalisiertes Profil von uns ERSTELLT wird.
Und auch dieses neue – und auch jedes andere neue datensammelnde – Feature, wird zunächst als Standard aktiviert.
Möchte man sich dagegen entscheiden, so muss man es aktiv deaktivieren.
Und weil mit jedem Update – so ist es z.B. auch bei iOS – wieder neu nachgefragt wird und wieder erneut die Standardeinstellung auf Zustimmung gesetzt ist, wird der Anwender nach und nach weichgekocht.
Steter Tropfen schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht.
Irgendwann ist man als Anwender dieser ewigen und dauernden Nachfragerei so überdrüssig, dass man entnervt resigniert und schulterzuckend denkt: “was solls, ich hab doch nix zu verbergen…”.
Und auf diese Resignation bauen die Datenkraken.
Die Datensammelwut ist so groß und der Atem der Unternehmen so lang, dass sie geduldig warten…und sich immer neue “Privatsphären”-Einstellungen ausdenken, bis auch der letzte Widerstand gebrochen ist.
Wenn wir jedoch unsere Privatsphäre und unsere Freiheit behalten wollen, dürfen wir jedoch nicht resignieren.
Wir müssen uns weiterhin empören, wir dürfen nicht in Apathie versinken.Es geht um unsere Privatsphäre.
Wir haben etwas zu verbergen.

Wir brauchen ein Opt-in!

Vor kurzem habe ich mich für einen Opt-out in der echten Welt in Bezug auf Kundenkarten ausgesprochen.
Dieser Ansatz ist falsch, wie ich jetzt erkenne.
Meiner Ansicht nach ist es ein Irrsinn, dass wir uns ständig und überall aus einer standardmäßig bestehenden Datenschnüffelei abmelden müssen!
Wenn wir unsere Daten für etwas hergeben wollen, dann müssen wir uns aktiv dafür entscheiden können.
Es ist doch waglich zum Spucken, dass wir automatisch immer stärker überwacht und verfolgt werden und wir es gar nicht mitbekommen – es sei denn wir entscheiden uns aktiv dagegen.
Ich bin wirklich empört, dass immer neue Technologien entwickelt werden, die uns auf immer perfidere Weise durchleuchten und in eine Schublade stecken.
Ich halte es weiterhin auch für eine Frechheit, dass uns im gleichen Atemzug von den datensammelnden Unternehmen gesagt wird, wir könnten uns ja dagegen entscheiden.
So wie Facebook dies jetzt wieder einmal getan hat.
Nicht nur, dass sie uns jetzt verfolgen, wenn wir eine Webseite öffnen, die einen “Like”-Button enthält (genau, nicht wenn wir darauf klicken, nein es reicht jetzt eine solche Seite zu besuchen…), sondern sie lügen uns auch in unser digitales Gesicht, wenn sie behaupten, wir könnten dem in den Privatsphären-Einstellungen ja widersprechen.
Nein, können wir eben nicht.
Wir können in den Privatsphären-Einstellungen sagen, dass wir die auf diese Weise erstellte personalisierte Werbung nicht SEHEN wollen.
Wir können damit jedoch nicht verhindern, dass dadurch ein personalisiertes Profil von uns ERSTELLT wird.
Und auch dieses neue – und auch jedes andere neue datensammelnde – Feature, wird zunächst als Standard aktiviert.
Möchte man sich dagegen entscheiden, so muss man es aktiv deaktivieren.
Und weil mit jedem Update – so ist es z.B. auch bei iOS – wieder neu nachgefragt wird und wieder erneut die Standardeinstellung auf Zustimmung gesetzt ist, wird der Anwender nach und nach weichgekocht.
Steter Tropfen schlägt dem Fass die Krone ins Gesicht.
Irgendwann ist man als Anwender dieser ewigen und dauernden Nachfragerei so überdrüssig, dass man entnervt resigniert und schulterzuckend denkt:

“was solls, ich hab doch nix zu verbergen…”.
Und auf diese Resignation bauen die Datenkraken.
Die Datensammelwut ist so groß und der Atem der Unternehmen so lang, dass sie geduldig warten…und sich immer neue “Privatsphären”-Einstellungen ausdenken, bis auch der letzte Widerstand gebrochen ist.
Wenn wir jedoch unsere Privatsphäre und unsere Freiheit behalten wollen, dürfen wir jedoch nicht resignieren.
Wir müssen uns weiterhin empören, wir dürfen nicht in Apathie versinken.Es geht um unsere Privatsphäre.
Wir haben etwas zu verbergen.